EC Schönberg-Wenzenbach e. V.0
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Grundsätzliches

Grundsätzliches

Die Internationalen Eisstock-Regeln (IER) und die Internationale Spiel-Ordnung (ISpO) regeln als international gültige Regelwerke den Eisstocksport.

Bei einem Wettbewerb spielen grundsätzlich alle Mannschaften gegeneinander also jeder gegen jeden. Ein Spiel wird zwischen zwei Mannschaften mit je vier Spielern ausgetragen. Jeder Spieler hat hierbei einen Eisstock, mit dem er pro Durchgang einen Versuch abgeben darf. Die Spieler und Spielerinnen werden nach Geschlecht und Alter in verschiedene Klassen unterteilt.

  • Schüler (Jugend U14)
  • Jugend U16
  • Jugend U18
  • Junioren U23
  • Juniorinnen U23
  • Damenklasse
  • Herrenklasse
  • Senioren (U50 Klasse nur bei Herren).

Stichtag für die Klasseneinteilung ist jeweils der 1. Oktober.


Spielablauf Mannschaftsspiel

Ein Spiel besteht aus sechs sog. Kehren (Durchgängen). Von der Anspielstelle aus wird in das gegenüberliegende Zielfeld gespielt. Der Spielführer (Moar) der Mannschaft A beginnt die erste Kehre indem er seinen Stock in das Zielfeld schießt. Es zäheln nur Stöcke, die sich im Zielfeld befinden. Kommt der Moar nicht ins Zielfeld, muss Mannschaft A so lange schießen, bis sie einen Stock im Zielfeld haben. Zählt ein Stock der Mannschaft A, (also liegt der Stock im Zielfeld) muss nun Mannschaft B so lange nachspielen, bis sie die Bestlage zur Daube erreicht hat (also näher an der Daube steht als ein Stock der Mannschaft A). Erreicht Mannschaft B die Bestlage, versucht Mannschaft A ihrerseits wieder die Bestlage zu erreichen usw.

Haben alle acht Spieler ihre Versuche abgegeben wird von beiden Spielführern ein Zwischenergebnis festgestellt und die erste Kehre ist beendet. Das Anspielrecht wechselt nach jeder Kehre, sodass nun der Moar der Mannschaft B mit der Spieleröffnung beginnt. Nach 6 Kehren werden die erzielten Punkte kontrolliert und als Endergebnis in den Spielberichtsbogen eingetragen.

Punktvergabe

Die Mannschaft, die Bestlage nach allen acht Versuchen einer Kehre besitzt erhält 3 Stockpunkte, für jeden weiteren Stock, der besser liegt als der beste gegnerische Eisstock erhält man weitere 2 Punkte.

Pro Kehre können also maximal 9 Stockpunkte erreicht werden. Die Mannschaft ohne Bestlage erhält immer 0 Stockpunkte. Nach den sechs Kehren werden die Zwischenergebnisse addiert; die Mannschaft mit den meisten Stockpunkten erhält zwei Gewinnpunkte, bei gleicher Stockpunktzahl werden die Gewinnpunkte geteilt. Der Verlierer erhält 0 Gewinnpunkte.

Die Mannschaft mit den meisten Gewinnpunkten am Ende eines Wettbewerbs gewinnt diesen. Sind mehrere Mannschaften punktgleich, so entscheidet der Stockpunktquotient. Der Quotient wird errechnet, indem man die Summe der erzielten Stockpunkte durch die hingenommenen Stockpunkte dividiert. Die Mannschaft mit dem höheren Stockquotienten gewinnt.


Spielablauf Zielwettbewerb

Neben Mannschaftsspielen werden auch Einzelwettbewerbe ausgetragen. Zu diesen Einzelwettbewerben zählt auch der Zielwettbewerb.

Der Zielwettbewerb findet auf einer Mannschaftswettbewerbsbahn statt, die mit Zielmarkierungen ergänzt wurde. Dieser Wettbewerb setzt sich aus vier Durchgängen zusammen, in denen der Schütze unterschiedliche Aufgaben bewältigen muss. Pro Durchgang hat ein Spieler sechs Versuche, je Versuch kann er maximal 10 Punkte erreichen; Also 60 Punkte je Durchgang, 240 Gesamtpunkte je Wettkampf. Der Spieler mit den meisten Punkten gewinnt den Wettkampf, bei Punktgleichheit entscheidet die Punktzahl des letzten Durchgangs.

Spielablauf

Jeder Spieler erhält vor Beginn eine maximale Einspielzeit von 8 Minuten.

1. Durchgang:

Hier muss mit dem Eisstock möglichst nahe an die, auf dem Mittelkreuz befindliche Daube gespielt werden. Je nachdem, welcher Ring mit dem Stahlring des Stockkörpers erreicht wird erhält man 10, 8, 6, 4, 2 oder 0 Punkte.

2. Durchgang:

Hier muss ein Zielstock, der auf verschiedenen markierten Kreisen positioniert wird aus dem Spielfeld befördert werden. Der Spielstock soll dabei immer im Spielfeld verbleiben. Der Zielstock wird zuerst in Feld A gestellt und der Spieler führt seinen ersten Schußversuch aus. Nach erfolgter Schußabgabe wird der Zielstock nun je Versuch alphabetisch weiter positioniert.

Punktevergabe  
 10 Punkte Zielstock verlässt das Zielfeld, Spielstock verbleibt in Zielfeld
 5 Punkte beide Stöcke verlassen das Zielfeld
 2 Punkte der Zielstock wird zwar berührt, verlässt aber nicht das Zielfeld
 0 Punkte der Zielstock wird nicht getroffen

3. Durchgang:

Eine Maßübung ähnlich Durchgang 1. Diesesmal liegt die anzuspielende Daube aber in den hinteren Zielringen. Zuerst werden 3 Versuche in die linken Ringe ausgeführt anschließend 3 in die rechten Ringe. Wertung erfolgt wie unter Durchgang 1.

4. Durchgang:

In diesem Durchgang soll kombiniert werden.

Ableiten:
Bei den ersten beiden Versuchen auf die Zielstöcke in den Kreisen A und B versucht der Spieler seinen Spielstöck am Zielstock so abzulenken, dass sein Spielstock in den mittleren Ringen, nahe der Daube zum stehen kommt. Gewertet wird der erreichte Zielring.

Aufgeben:
Im 3. und 4. Versuch müssen die Zielstöcke, welche sich auf den Positionsringen G und H befinden so getroffen werden, dass sie in den mittleren Zielring gleiten. Gewertet wird der mit dem Zielstock erreichte Zielring.

Aufgeben 2:
Im 5. und 6. Versuch müssen die Zielstöcke, welche sich auf den Positionsringen E und F befinden so getroffen werden, dass sie in die dazugehörenden hinteren Zielringe gleiten. Gewertet wird der mit dem Zielstock erreichte Zielring.

 

Spielablauf Weitenwettbewerb

Diese Einzeldisziplin unterscheidet sich sehr stark vom Mannschaftsspiel. Der Weitenwettbewerb entspricht etwa dem Diskuss-, Speer- oder Hammerwerfen, da in dieser Disziplin eine möglichst weite Strecke innerhalb eines vorgegebenen Zielfeldes erreicht werden muss.

Das Spielfeld

Der Weitenwettbewerb wird auf einer trichterförmigen Spielfläche ausgetragen, wobei sich Sommer- und Winterwettbewerbsbahnen unterscheiden. Die Bahnen können beliebig verlängert werden. Ein Schutzhalbkreis schließt sich hinten an die Anspielstelle an und darf während der Schußabgabe nur vom Schützen betreten werden.

Regeln

Ein Wettbewerb besteht aus 5 Durchgängen. Pro Durchgang hat jeder Spieler einen Versuch. Die Startnummern des ersten Versuches werden ausgelost. Ab dem 2. Durchgang richtet sich die Startreihenfolge nach den Platzierungen des vorangegangenen Durchgangs. Der Letzplatzierte beginnt, der Erstplatzierte beendet ihn. Alle Spieler verwenden einen identischen Stockkörper und Laufsohle. Nur der an den jeweiligen Spieler angepassten Stiel unterscheidet sich. Der Spieler mit dem weitesten gültigen Versuch gewinnt den Wettbewerb. Bei gleicher Weite entscheidet der bessere 2. Versuch etc.




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