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Das Sportgerät

Die Daube

Die Daube ist das Zielobjekt im Stocksport. Die Daube war ursprünglich ein Holzwürfel mit der Kantenlänge 10 cm. Ihren Namen erhielt die Daube von den Fassdauben der Braufässer, aus denen sie ausgeschnitten wurde. 1978 wurde die noch heute verwendete Runddaube eingeführt. Sie ist ein dickwandiger Gummiring mit einer profilierten Gleitseite für den Sportboden Eis und einer Gleitseite für Sommersportböden.

 


   

   

Moderne Gummidauben

 

Dauben für den Fassbau

 

Holzdaube

 


 Der Stockkörper

Die ursprünglichen Stockkörper waren einfache Holzscheiben aus Birnen-, Ahorn-, oder Kirschholz. Um die Holzscheiben bewegen zu können wurden Zapfen oder Griffe in ihrer Mitte angebracht. Zu Beginn des 18. Jahrhunderts wurde der Holzkörper mit einem Eisenring versehen, der ihn widerstandsfähiger gegen harte Stöße machte. Um unterschiedliche Laufeigenschaften zu erhalten, ohne ein Sortiment verschiedenster Stöcke zu besitzen, fanden in der Mitte des 18. Jahrhunderts die wechselbaren Laufsohlen Einzug in den Stocksport. Anfang der 1960er Jahre wurde der Kunststoff als Stockmaterial eingeführt. Dieser Stoff war schließlich so erfolgreich, dass heute Kunststoff das einzig zugelassene Material für Turnierstöcke ist.

Der Stockkörper hat einen Durchmesser von 271 mm bis 274,5 mm und wird in vier unterschiedliche Gewichtsklassen eingeteilt.

Typ E:  2,73 - 2,78 kg (IFE - Schülerstockkörper)
Typ P:  3,50 - 3,53 kg
Typ L:  3,70 - 3,73 kg
Typ M:  3,80 - 3,83 kg

Desweiteren unterscheidet man noch den Schwerpunkt des Stockkörpers

Hoher Schwerpunkt (Winterstock)
Mittlerer Schwerpunkt (Ganzjahresstock)
Tiefer Schwerpunkt (Sommerstock)

 

   

Schematische Darstellung Stockkörper der IFE

 

Sommerstockköper Typ L von "Spöckner"

 


 Der Stiel

Die ersten Stiele waren noch fest mit dem Stockkörper verbunden. Erst später wurden die Stiele aus Eschen- oder Birkenholz durch eine Bohrung im Stockkörper seperat mit der Laufsohle verbunden. Heute darf ein Stiel für Turnierstöcke nur noch aus Kunststoff, Titan oder Stahl gefertigt sein. Ein Linksgewinde am unteren Ende des Stiels dient dabei zur Befestigung der Laufsohle und des Stiels selbst mit dem Stockkörper.

Die Länge eines Stiels muss zwischen 234 mm und 340 mm liegen. Ein weiteres wichtiges Kriterium für den Stiel ist sein gesetzter Schwerpunkt, dieser darf, vom unteren Ende aus gemessen, nicht höher als 150 mm liegen. Die Höhe des Schwerpunktes bestimmt das Kippverhalten des Stockkörpers beim Aufprall auf einen anderen Stock. Bei einem zu hohen Schwerpunkt würde der Stock kippen und umfallen.

Zum massen verwendet man einen Stiel mit tiefen Schwerpunkt und einem hohen Gewicht
Zum schießen verwendet man einen Stiel mit tiefen Schwerpunkt und einem niedrigen Gewicht

 

verschiedenste Stiele aus Kunststoff von "Sedlmaier"

 


 Die Laufsohle

Die ersten Laufsohlen entstanden Mitte des 18. Jahrhunderts und waren aus Holz. Mittels gedrechselten Gewinden wurden sie auf den Stockkörper aufgeschraubt. Für schnellgängige Sohlen verwendete man hartes Holz. Um sie eher langsam gängig zu machen wurden sie mit Bienen- oder Firnenwachs eingerieben. Durch den Einsatz von Plexiglas und verschiedenen Kunststoffen konnte 1962 erstmalig auch im Sommer "Eis"Stockschießen betrieben werden. 1980 erfolgte sogar ein Verwendungsverbot von Holzlaufsohlen im Turnierbetrieb durch die IFE. Schließlich wurden Holzlaufsohlen gänzlich durch die modernen Laufsohlen aus Naturkautschuk und Gummi gänzlich verdrängt.

Moderne Laufsohlen bestehen aus einer Grundplatte mit einem Gewinde und einem Laufsohlenbelag. Die Beläge werden in unterschiedlichen Härtegraden (sog. Shores) unterteilt. Jede Laufsohle besitzt je nach Härtegrad eine vorgeschriebene Farbe und Nummer - die sich je nach Untergrund unterscheiden.

 

Laufsohlen Sommer

 

 

 

 

 

 

 

Laufsohlen Winter

 

 

 



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